Vor 13 Jahren war zum ersten Mal eine slowakische Reisegruppe bei uns. Mittlerweile ist der Austausch zur Tradition geworden – und das aus gutem Grund.
Nach einer anstrengenden Bus- und Zugreise kamen unsere Gäste am Samstag, den 2. Mai, in der Früh am Kauferinger Bahnhof an und wurden von ihren Austauschpartnern in Empfang genommen. Das Wochenende verbrachten sie in ihren Gastfamilien, bevor dann ein abwechslungsreiches Programm für die gesamte Truppe startete. Gleich am Montag brachen wir auf, um drei Tage im deutsch-österreichischen Grenzgebiet zu verbringen. Zunächst ging es zum Ammergauer Kolben und mit dem Coaster rasend schnell hinab ins Tal, dann vom Alpsee nach Neuschwanstein, vorbei an der Marienbrücke in Richtung Bleckenau zu unserem Stützpunkt, der Fritz-Putz-Hütte. Beim Hochgehen mit dem schweren Gepäck (Selbstverpflegung …) wurde durchaus ein bisschen geschnauft und gemeckert, aber spätestens bei der Ankunft war alles vergessen. Nach dem gemeinsam angerichteten Abendessen wurde noch bis spät in die Nacht geratscht und gespielt – beste Laune übrigens trotz oder gerade weil auf der Hütte kein Internetempfang ist. Nach dem Frühstück erklomm die komplette Gruppe den Schlagstein, immerhin 1680hm. Oben angekommen genossen wir bei einer ausgiebigen Brotzeit den herrlichen Ausblick auf den Säuling, die Bleckenau und die Allgäuer Bergwelt. Beim ostseitigen Abstieg wurde der Blick auf den Ochsenälpeleskopf frei und da dieser bereits fast komplett schneefrei war, durfte eine besonders motivierte Truppe auch noch diesen Ammergauer Paradeberg erklimmen. Wieder zurück an der Hütte, erwartete die Gruppe ein entspannter Nachmittag, der in einen schönen zweiten Hüttenabend überging. Am Mittwoch Morgen hatten einige immer noch nicht genug vom Wandern und überschritten den Tegelberg, während der Rest der Gruppe gemütlich gen Füssen lief.
Am Donnerstag und Freitag lernten unsere Gäste unsere Schule kennen und wir starteten eine Projektarbeit zu demokratischen Werten, die wir im September in der Slowakei abschließen werden. Und nach einem letzten Tag in den Gastfamilien verabschiedeten wir uns am Samstag, den 9. Mai um 23:00 Uhr am Münchner ZOB schweren Herzens von unseren neuen Freunden, die nun fast 14 Stunden im Bus Zeit hatten, um ihre Erfahrung in Landsberg und Umgebung sacken zu lassen. Doch der Lichtblick: Im September wird die Reise weitergehen – und diesmal werden es wir Deutsche sein, die sich auf eine abenteuerliche Reise begeben …
Christoph Vogel






