STARK – Modellschule
Das übergeordnete Ziel der Präventionsinitiative STARK ist die nachhaltige Förderung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Schule und Ausbildung.
STARK – Resilienz und Stresskompetenz in Schule und Ausbildung
Obwohl erst im Dezember 2018 ins Leben gerufen, fand sich innerhalb kürzester Zeit ein schlagkräftiges und engagiertes Team für das Projekt, das bereits im Dezember 2019 im Rahmen eines Festaktes ausgezeichnet wurde. Dabei verlieh der damalige Kultusminister Michael Piazolo den Beruflichen Schulen Landsberg auch ganz offiziell das STARK-Gütesiegel.
Die Auszeichnung als Modellschule ist für uns ein zusätzlicher Ansporn, um unsere ehrgeizigen Ziele anzupacken. Unser Konzept hat die STARK-Juroren auch deshalb überzeugt, weil wir STARK sowohl an der FOS als auch an der Berufsschule etabliert haben. Mittlerweile erreichen wir tatsächlich ALLE Schülerinnen und Schüler der FOS sowie einen beträchtlichen Teil unserer Auszubildenden einschließlich der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz.
Was genau wird aber gemacht?
STARK ist eine bayernweite Präventionsinitiative zur Resilienz und Stresskompetenz, die von der Schulewirtschaft Akademie in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse ins Leben gerufen wurde (weitere Infos unter www.stark-bayern.de). Denn ob in Schule, Beruf oder Studium: Stressbewältigung spielt eine große Rolle für persönliche Erfolge und psychische Gesundheit. Negativer Stress verursacht eine Reihe von Symptomen, die bereits viele unserer Schülerinnen und Schüler sehr gut kennen: Kopfschmerzen, Verspannungen, Magenbeschwerden und dergleichen sind oft darauf zurückzuführen. Depressionen und Burnout gibt es nicht erst im Erwachsenenalter. Dank des STARK-Projektes werden unseren Schülerinnen und Schüler bereits in ihrer Schulzeit einige Strategien im Umgang mit Stress an die Hand gegeben, die ihnen auch in ihrem zukünftigen Arbeitsleben dienlich sein können.
Dies begreifen wir als wichtiges „Add-on“ zu unserem Bildungs- und Erziehungsauftrag. Denn gemeinsam sind wir STARK!
Grüner Kreis
Nachdem der Grüne Kreis der Beruflichen Schulen Landsberg im Schuljahr 2021/22 gegründet wurde und bereits einige Projekte angegangen worden waren, startete das Team im Schuljahr 2022/23 richtig durch. Das Ziel war der Erwerb der Umweltsiegel „Klimaschule in Bayern“ und „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“. Dazu wurde eine Vielzahl von Projekten durchgeführt, von denen einige zusätzliche Preise erhielten, so z.B. unser Outdoor-Klassenzimmer (Nachhaltigkeitspreis des Rotary Club Landsberg-Buchloe-Ammersee) oder unser Insektenhotel (beim Wettbewerb 3MalE der LEW).
Aktuelle Projekte
- Ausstellungen zum Thema Wasserwandel und Energiewende
- Kleiderkreisel, bei dem die Mitglieder der Schulgemeinschaft nicht mehr getragene Kleidung austauschen können
- eine das gesamte Jahr fortlaufende Pfandsammelaktion, deren Erlös für einen guten Zweck gespendet wird
- Müllsammelaktion auf dem Stadtgebiet Landsberg am Lech
- eine “Grüne Woche”, während der die Schulverpflegung ausschließlich vegetarisch erfolgt und auf das Thema Nachhaltigkeit und Ernährung aufmerksam gemacht wird
- Teilnahme beim Stadtradeln 2023-2026, wodurch die Schulgemeinschaft motiviert werden soll, öfter auf das Auto zu verzichten und lieber Fahrrad zu fahren.
Zusätzlich wurde das Projekt Outdoor-Klassenzimmer realisiert, bei dem aus Material, das beim Abriss von Teilen des Schulgebäudes entsorgt worden wäre, ein neues Klassenzimmer im Freien auf dem Schulgelände gebaut wird. Auch für die nächsten Schuljahre sind bereits wieder viele Aktionen zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit geplant.
Team International
Wir erweitern den kulturellen Horizont unserer Schule, und zwar durch Gruppenmobilitäten (z.B. im Rahmen unseres Schüleraustausches) und Kurzzeitpraktika für unsere Schülerinnen und Schüler, sowie Kurse/Fortbildungen und Praktika für unsere Lehrkräfte. Raus aus entwicklungshemmenden Komfortzonen, rein ins Abenteuer!
Bereits seit 2013 organisieren wir einen Schüleraustausch mit dem Gymnasium Konstantinova im slowakischen Prešov. Hunderte Schülerinnen und Schüler haben diese unglaublich wertvolle Erfahrung bereits gemacht – und dank großzügiger Fördermittel für unser auf Internationalisierung und Festigung europäischer Werte angelegtes Erasmus+ Projekt ohne nennenswerte finanzielle Belastungen für die Teilnehmenden. Ebenso bieten wir im Rahmen von Erasmus+ Praktika für Schülerinnen und Schüler an, z.B. in Dublin, Bristol (Mechatroniker und Einzelhändler), Süditalien (Schreiner) oder auf Malta (FOS 11). Für Lehrkräfte sind zudem Fortbildungen und Praktika im EU-Ausland möglich. Unsere Schülerinnen, Schüler und kooperierenden Betriebe dürfen auch jederzeit proaktiv auf uns zukommen, wenn sie einen Betrieb im Auge haben, der eine wertvolle Auslandserfahrung ermöglichen könnte.
Referenzschule Medienbildung
Im Oktober 2013 wurde unseren Schulen das Gütesiegel “Referenzschule für Medienbildung” verliehen.
Dieses Projekt hat die Verbesserung der Medienkompetenz zum Ziel. Grundlage unserer Arbeit als Referenzschule für Medienbildung ist die Erstellung und kontinuierliche Entwicklung eines Medienentwicklungsplans und mehrerer Medien- und Methodencurricula, die im Unterrichtsalltag Anwendung finden.
Einsatz von mebis – Landesmedienzentrum Bayern
Seit dem Schuljahr 2012/13 setzen wir an unseren Beruflichen Schulen die Lernplattform von mebis – Landesmedienzentrum Bayern ein. Damit konnten unsere Schülerinnen und Schüler auch das breite Angebot der mebis-Mediathek für z. B. Referate sowie das Prüfungsarchiv nutzen.
Alle interessierten Schulen unterstützen wir gerne bei der Medienentwicklung. Bei Interesse wenden Sie sich an rfm@bs-landsberg.de
Weitere Informationen zu Konzepten für den mit digitalen Medien gestützten Unterricht finden Sie hier.
Studienfahrtenprogramm
Unsere Schule zeichnet sich auch durch ein breites Angebot an ein- und mehrtägigen Studienfahrten aus. Gerade bei mehrtägigen Fahrten lernen sich die Schülerinnen und Schüler sowie deren Begleitlehrkräfte untereinander schnell besser kennen, schätzen und vertrauen. Das hat langfristig positive Rückwirkungen auf das Klassenklima – und damit beim einen oder anderen höchstwahrscheinlich auch auf den schulischen Erfolg.
Abi und Auto
Bei dem Projekt werden die schulischen Vorkenntnisse der Abiturienten genutzt, um in einer verkürzten Ausbildungszeit den Berufsabschluss als Kfz-Mechatroniker/-in zu erwerben. Zusätzlich qualifizieren sich die Teilnehmer innerhalb der dreijährigen Projektphase zum/zur staatlich anerkannten Kfz-Servicetechniker/-in und legen die Teilprüfungen III und IV der Meisterprüfung im Kfz-Technikerhandwerk ab.
Abi und Auto hat dabei gleich mehrere Preise eingesammelt:
- AusbildungsAss 2012:
Zusammen mit anderen Gewinnern wurde unser damaliger Schulleiter Herr OStD Oswald Kurr stellvertretend für den Ausbildungsbereich “Abi&Auto” von den “Wirtschaftsjunioren Deutschland” ausgezeichnet. Die Veranstaltung fand im Wirtschaftsministerium in Berlin statt. - Beste Innovation 2012:
Die “Vogel Business Media” veranstaltet jährlich einen bundesweiten Wettbewerb zum Thema ”Beste Berufsschule mit Ausbildungsbereich KFZ-Gewerbe”. Unsere Berufsschule wurde dabei mit der Auszeichnung “Beste Innovation 2012” geehrt. In der ständigen Jury sitzen u.a. Vertreter des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, der Volkswagen Service GmbH und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Wir erwarten einen Grundkonsens: Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, dann wende ich mich dagegen, spreche dies an und unterstütze eine offene Auseinandersetzung, damit wir gemeinsam Wege finden, einander respektvoll zu begegnen. Dabei geht es nicht nur um Rassismus im Sinne von Ausländerfeindlichkeit, sondern um alle Arten der Diskriminierung. Viele werden aufgrund ihres Glaubens, ihres Geschlechts und ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Hautfarbe und Herkunft, ihrer Behinderung oder ihrer Nationalität diskriminiert.
Wir möchten Zeichen setzen: Mit dem Projekt wollen wir euch sensibilisieren und Mut machen, gegen Diskriminierungen aller Art einzuschreiten und nicht wegzusehen.
Profilschule Inklusion
Das Bayerische Kultusministerium hat uns 2026 mit dem ‚Schulprofil Inklusion‘ ausgezeichnet. Diesen Titel zu führen ist für uns mit dem Anspruch verbunden, gemeinsames Lernen von Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf nicht nur zu ermöglichen, sondern als etwas ganz Selbstverständliches zu behandeln.
Kultusministerin Anna Stolz betonte im Rahmen der Verleihung der Auszeichnung: „Inklusion heißt, jedes Kind und jeden Jugendlichen mitzunehmen und seine Stärken zu fördern – unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Die Schulen mit dem ‚Schulprofil Inklusion‘ zeigen Tag für Tag, wie vielfältiges Lernen gelingt: mit Herz, Kompetenz und starkem Teamgeist. (…) Es gibt nicht einen, sondern viele Wege für eine erfolgreiche Inklusion. Dabei ist es wichtig, dass wir im Freistaat nach wie vor unsere Förderschulen haben. Sie sind hochspezialisierte Lernorte für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Kompetenzzentren für unsere Regelschulen. Gleichzeitig brauchen wir für die Inklusion aber auch neue Strukturen. Ein ganz wichtiger Teil hiervon sind die mittlerweile rund 500 Profilschulen, die eine enorme Bereicherung für unsere bunte bayerische Schullandschaft darstellen.“”
Schulsanitätsdienst an der BSL
Der Schulsanitätsdienst an den Beruflichen Schulen in Landsberg leistet bei medizinischen Notfällen Erste Hilfe. Angeleitete Schülerinnen und Schüler kommen nach der Alarmierung durch das Sekretariat direkt zu der Person die Hilfe benötigt. Je nach Verletzungs- bzw. Erkrankungsbild wird zusammen mit der Lehrkraft das weitere Vorgehen besprochen.
Gesucht sind Schülerinnen und Schüler, die Freude am Helfen haben!
Bei Interesse melden Sie sich unter Angabe Ihrer Klasse und Ihrer medizinischen Qualifikation (mindestens ein absolvierter Erste-Hilfe Kurs) zum Schuljahresbeginn bei den Infoveranstaltungen oder per Mail an: o.bauer@bs-landsberg.de
gute gesunde Schule
Unser Engagement im Rahmen des Landesprogramms für die gute gesunde Schule wurde als auszeichnungswürdig bewertet. Die eingereichten Projekte haben die Kriterien des Landesprogramms erfüllt.
Ein Beispiel: Wir haben zusammen mit der AOK-Gesundheitskasse ein Projekt ins Leben gerufen, um unsere Auszubildenden auf das so wichtige rückenschonende Verhalten aufmerksam zu machen und Rückenleiden vorzubeugen. Hier können Sie einen Blick auf das von der AOK-Gesundheitskasse ausgestellt Zertifikat werfen.
Wirtschaft praktisch erleben – Aktive Schule
Unsere Schule darf das Emblem „Wirtschaft praktisch erleben – Aktive Schule“ tragen.
Damit würdigt die Geschäftsstelle “Gründung in school” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) Schulen, die unternehmerisches Denken und Handeln im Unterricht erlebbar machen. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern zentrale Zukunftskompetenzen zu vermitteln – wie Kreativität, Problemlösungsfähigkeit, kritisches Denken und Teamarbeit.
Im Rahmen des Projekts „Play the market“ wird Schülerinnen und Schülern anhand eines betriebswirtschaftlichen Planspielwettbewerbs unternehmerisches Denken nähergebracht. Die Teilnehmenden haben hier die Aufgabe ein fiktives mittelständisches Produktionsunternehmen möglichst erfolgreich zu führen.
Evidenzbasierte Schule
Die internationale Forschung zeigt, dass Bildungssysteme dann besonders erfolgreich sind, wenn sie Daten (z. B. aus Tests) gezielt diagnostisch auswerten und für die individuelle Förderung nutzen. Der neue Schulversuch der Stiftung Bildungspakt Bayern „Evidenzbasierte Schule – Lernen, Steuern und Entwickeln mit System“ hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, systematisch Diagnose- und Förderansätze in der Mittelschule sowie den Beruflichen Schulen im Bereich der Basiskompetenzen zu etablieren.
Zentrales Ziel des Schulversuchs „Evidenzbasierte Schule“ ist die Schaffung und Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen, um Daten an der Schule sinnstiftend zu nutzen und konkretes Handeln daraus abzuleiten. Ein besonderer Fokus gilt der Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen: Im Sinne von „Testen und Fördern“ wird pädagogische Diagnostik (z. B. Tests) eng mit Förder- und Unterstützungsmaßnahmen (z. B. Lernbänder) verknüpft. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Stärkung grundlegender Kompetenzen in Deutsch und Mathematik.
[Aus der Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung]

















