Zeugnisverleihung an der FOSBOS
Am Mittwoch, den 08. Juli fand die Abiturfeier an der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Landsberg statt. Insgesamt durfte die Schulleiterin, Marion Rüller, 379 Zeugnisse verleihen. So wurden in drei feierlichen Veranstaltungen 266 Fachabiture an AbsolventInnen der 12. Klassen in den Ausbildungsrichtungen Technik, Wirtschaft, Sozialwesen und Gestaltung verliehen. In der vierten Zeugnisfeier durften 113 AbsolventInnen der 13. Klassen – ebenfalls in allen vier Ausbildungsrichtungen – ihre Abiturzeugnisse entgegennehmen.
Das alles sind beeindruckende Zahlen, die verdeutlichen, welch großen Stellenwert die Schule in der Bildungslandschaft des Landkreises hat. Und trotz der hohen Anzahl an AbsolventInnen gelang es in den individuell gestalteten, festlichen und zugleich fröhlichen Veranstaltungen über den Tag verteilt im persönlichen Rahmen, im Beisein der Eltern die Zeugnisse zu überreichen. Im Anschluss an jede Feier durften die Klassen für Ihr Abschlussfoto posieren und schnell zum informellen Teil übergehen. Denn im Foyer des D-Baus und draußen luden bei angenehmem Wetter Stehtische und kalte Getränke zum Feiern und Verweilen ein.
Für viele AbsolventInnen markierte dieser Tag den Abschluss der schulischen Laufbahn. Dementsprechend euphorisch war die Rede von einem der Schülersprecher, Alexis Axiomakaro: „Wir können machen, was wir wollen, können die Welt da draußen mit neuen Ideen bereichern.“ Eine beeindruckende Bestehensquote von 98% spricht, so der stellvertretende Schulleiter Peter Schöpf, für eine außerordentlich starke „Mannschaftsleistung“, an der alle Teile der Schulfamilie ihren Anteil hätten. Die Landrätin, Daniela Groß sowie ihre Stellvertreter, Christian Bolz und Markus Wasserle, beglückwünschten die AbiturientInnen herzlich. Die Landrätin, die auch auf ihre eigene Schulzeit im Sozialzweig der FOS Landsberg zurückblickte, riet den Absolventinnen und Absolventen, kreativ zu bleiben, Engagement zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Ihre Stellvertreter nahmen den Übergang ins Studium oder direkt ins Berufsleben in den Blick und sprachen von einem festen Fundament, über das die AbsolventInnen jetzt verfügten und das gerade auch in unserer Region vielfältige Perspektiven eröffne.
Dies unterstrich auch Schulleiterin Marion Rüller und bezog sich in ihrer Ansprache unter anderem auf die gewinnbringenden Einblicke in das Berufsleben, die sich im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung und an den Werkstätten Ihrer Schule auftun. Dies sei ein bereichernder Aspekt der Persönlichkeitsbildung sowie der individuellen Berufs- und Studienorientierung. Frau Rüller bestärkte die AbsolventInnen darin, reflektiert und verantwortlich zu handeln: „Informieren Sie sich umfassend, diskutieren Sie kontrovers und setzen Sie sich mutig für demokratische Werte ein. Wir hoffen, dass Ihnen die Zeit an unserer Schule eine gute Basis für Ihren persönlichen Lebensweg bildet.“ Wie auch Frau Groß unterstrich sie die Bedeutung gesellschaftlichen Engagements: „Gehen Sie auf Ihrem weiteren Weg mit offenen Augen durchs Leben. Verfolgen Sie Ihre eigenen – privaten und beruflichen – Ziele und richten Sie trotzdem stets den Blick auf das, was um Sie herum geschieht. Seien Sie ein gestaltendes Mitglied unserer Gesellschaft, das sich nicht blind ein- und unterordnet. Stellen Sie Fragen, immer wieder; an sich selbst, an Ihr Umfeld. Und seien Sie interessiert an den Antworten. Gestalten Sie mit viel Optimismus und Empathie Ihren weiteren Lebensweg. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie weltoffen und tolerant, aber auch wachsam und couragiert ins Arbeitsleben eintreten oder ihr Studium beginnen und ihr persönliches Umfeld so mitgestalten, dass es ein gutes bleibt – oder wird.“
Die Elternbeirätinnen Martina Maisterl, Myriam Moldenhauer und Miriam Rengier fanden allesamt berührende Worte. „Unsere Rolle in den vergangenen Jahren war vielseitig“, so Moldenhauer. „Vor allem waren wir unermüdliche Strippenzieher im Hintergrund.“ Das Bestehen des Abiturs sei nun ein Moment der Erleichterung, des Glücks und Stolzes in der ganzen Familie. Neben den hoffnungsvollen Blicken in die Zukunft schwang nicht nur bei den Elternvertreterinnen eine Prise Nostalgie mit, sondern auch bei den Redebeiträgen der SMV und Klassensprecher, die sich häufig auf prägende und verbindende Erlebnisse im Klassenverbund oder bei Studienfahrten bezogen. Genau dieser Gedanke wurde auch vom Außenkoordinator der Schule, Christoph Vogel, aufgegriffen. Bei der Verleihung der Europässe für Schülerinnen und Schüler, die während ihrer Schulzeit ein Auslandspraktikum absolviert haben, sagte er: „Wir hauen hier nicht nur Abiturzeugnisse raus. Es geht vor allem um Persönlichkeitsentwicklung und darum, Erinnerungen zu schaffen, auf die man ein Leben lang positiv zurückblicken kann.“
An diesem Tag konnte man deutlich spüren: Die Beruflichen Schulen Landsberg haben neben dem „Großen Ganzen“ jede einzelne Schülerin, jeden einzelnen Schüler im Blick. Durch alle Reden, insbesondere die der SMV und der Klassensprecher, klang eine klare Botschaft hindurch: An so einem Tag darf man stolz auf sich und das Erreichte sein, man darf feiern und loslassen. Und wenn man sieht, welch wunderbare Menschen an diesem Tag die Schule verlassen, dann kann man hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
Text: Christoph Vogel
Fotos: Berufliche Schulen Landsberg
Eine besondere Ehrung erfuhren die besten Absolventen und Absolventinnen der jeweiligen Zweige, Jahrgangsstufen und Schularten. Das Foto in der Galerie zeigt:
unten v.l.n.r: Liliane Egner, Marina Simon, Julian Gottschling, Felicitas Eder, Alex Glass, Leonie Rank
Mitte v.l.n.r.: Isabel Schulz, Angelina Pieper, Sebastian Lindner, Markus Kagerer, Lea Kiefersauer, Aron Reese, Tina Schumacher
oben v.l.n.r.: Marion Rüller (Schulleiterin), Daniela Groß (Landrätin), Albert Rösch (Vorstand VR-Bank LL), Peter Schöpf (stellv. Schulleiter)



