Los ging es für uns am Sonntag, den 8. Februar, am Münchner Flughafen mit unserer Begleitung, Herr Wagner. Aus den beiden Parallelklassen der Mechatroniker im dritten Lehrjahr hat sich unsere 10-köpfige Gruppe zusammengefunden und wir haben uns am Flughafen schon als eine witzige Truppe kennengelernt.
Allein die Reise nach Dublin war schon ein kleines Abenteuer, aber letztlich kamen alle wie geplant bei ihren Gastfamilien an. Gleich am ersten Abend gingen wir gemeinsam Essen – in einem Pub natürlich – lernten uns noch besser kennen und klärten einige organisatorische Dinge.
Die erste Nacht verlief für einige spannender als für andere, dennoch kamen wir am Montag Früh alle pünktlich an der Agentur an. Bei der Work Experience Agency klärten wir die wichtigsten organisatorischen Dinge, lernten ein wenig unsere Lehrerin kennen und sie uns. Am Nachmittag machten wir die Innenstadt von Dublin unsicher.
Am zweiten Tag fing dann der richtige Unterricht an. In der ersten Woche redeten wir über die grundlegenden Dinge der Robotik, was größtenteils eine Wiederholung für uns war, aber dennoch teilweise interessant. Leider gab es zwischen der Lehrerin und uns ab und zu Kommunikationsschwierigkeiten, da ihr indische Akzent das Verstehen erschwerte und unser europäischer Satzbau sowie unsere Aussprache bei ihr oft zu Missverständnissen führten. Dennoch konnten wir unser theoretisches Wissen erweitern und machten das Beste daraus. Am Mittwochnachmittag lernten wir dann humanoide Roboter kennen, die wir mit einer App steuern konnten – was wir dann auch am Freitag praktisch umgesetzt haben.
In der zweiten Woche begannen wir mit dem Programmieren. Zuerst redeten wir über die vielen Möglichkeiten, den verschiedensten Programmiersprachen und gingen dann konkret auf die Sprache C++ ein, mit der wir anschließend programmierten. Zwischendurch machten wir immer wieder Übungen mit den humanoiden Robotern sowie Programmieraufgaben. Ab Mittwochnachmittag lernten wir die M-Bots kennen. Dies sind kleine Roboter mit Rädern und verschiedenen Sensoren, die man programmieren konnte, um beispielsweise einer Linie zu folgen. Mit einer App sollten wir diese dann spielerisch selbst programmieren lernen.
Am zweiten Donnerstag besuchten wir eine Universität, die Maynooth University. Dort hörten wir einen Internationalen Vortrag über „Robotics Competitions – What we can learn from them“, der sehr spannend war, da wir viel über diese im internationalen Raum erfahren konnten.
In der dritten Woche fingen wir so richtig an zu programmieren und auch Drohnen zu fliegen. Ein Mitarbeiter der Agentur, der zeitgleich an einer Universität für „Robotics Competititions“ zuständig ist, besuchte uns Dienstag und Mittwoch. Er programmierte mit uns die M-Bots, veranstaltete einen Wettbewerb, welche Gruppe es schaffte, den M-Bot so zu programmieren, dass er am schnellsten die Linie entlangfährt. Dabei hatten wir sehr viel Spaß und zeigten großen Ehrgeiz. Drohnen waren ebenfalls Bestandteil seines Unterrichts und wir hatten jede Menge Spaß daran, durchs Klassenzimmer zu fliegen, Loopings zu drehen und unsere Drohnen selbst zu programmieren.
Dienstagabend durften wir die DCU (Dublin City University) besuchen. Der Robotics-Club der Universität trifft sich dort mehrmals pro Woche und arbeitet an den verschiedensten Projekten, welche sie uns vorstellten. Wir bekamen eine kleine Führung durch die Uni und die Räumlichkeiten, die die Studenten für ihre Projekte nutzen.
Am letzten Donnerstag stand dann der letzte Ausflug für uns an. Wir besuchten die UCD (University College Dublin). Dort bekamen wir einen Vortrag über die Geschichte und Entstehung der Roboter, überwiegend in Bezug auf KUKA-Roboter. Anschließend zeigten sie uns die verschiedenen Roboter, die an der Uni verwendet werden, sowie einen 3D-Scan.
Leider blieb keine Zeit mehr, Einblicke in die 3D-Druck Technologie zu erhalten, worauf wir uns eigentlich sehr gefreut hatten.
Insgesamt waren die Besuche sehr spannend und lehrreich! Auch in der Agentur konnten wir trotz einiger Kommunikationsschwierigkeiten etwas lernen.
Außerhalb des Unterrichts und allem darum verbrachten wir viel Zeit in Dublin. Wir besuchten das Trinity Collage, spielten abends Billiard, gingen durch einige Parks, Bars, Pubs, und Restaurants, erkundeten die Stadt und hatten eine tolle Zeit! Stammgäste wurden die Jungs im „Dicey‘s Garden“ – natürlich nur am Wochenende -, während sich die Mädels eher in Restaurants und Cafés aufhielten. Ein Teil der Gruppe besuchte auch Galway und die „Cliffs of Moher“.
Die Rückreise verlief reibungslos. Die Taxis kamen pünktlich, wir waren schnell fertig mit dem Sicherheitscheck und warteten alle gemeinsam am Gate. Nur in Deutschland mussten wir etwas länger auf unsere Koffer warten.
Fazit:
Unsere Truppe war ein superwitziger und cooler Haufen. Es gab niemanden, der die Stimmung heruntergezogen hat – ganz im Gegenteil. Wir hatten eine mega gute Zeit und verstanden uns alle sehr gut!
Wir sind sehr dankbar für die Erfahrungen, die wir gemacht haben. Dieser Auslandsaufenthalt hat uns auf jeden Fall selbstständiger gemacht, wir konnten unsere Englischkenntnisse verbessern und uns gegenseitig, sowie Irland kennenlernen. Trotz dem ein oder anderen Stein, der uns im Weg lag, haben wir die Zeit als Gruppe gemeistert und konnten viel lernen.
Wir sind dankbar für die Möglichkeit die uns durch Erasmus+ geboten wurde und werden viele schöne, lustige Momente noch lange in Erinnerung behalten.
Danke an alle die beteiligt waren – sei es an der Organisation, der Finanzierung oder durch ihre Teilnahme – für diese tolle Zeit!
Lena Pfisterer








